
Funk, Bewegung und Natur miteinander verbinden: Genau das ist die Idee hinter Draußenfuchs. Das Projekt macht aus der klassischen Funkfuchssuche, auch bekannt als Amateur Radio Direction Finding, kurz ARDF, eine niedrigschwellige und spielerische Aktivität für Kinder, Familien, Einsteiger und Gruppen.
Das Prinzip ist einfach erklärt: Kleine versteckte Funksender, die sogenannten „Füchse“, senden regelmäßig ein Signal aus. Mit einem passenden Empfänger und einer Richtantenne machen sich die Teilnehmer auf die Suche. Dabei geht es nicht nur um Technik, sondern auch um Orientierung, Bewegung, Teamarbeit und Naturerlebnis.
Gerade für die Nachwuchs- und Öffentlichkeitsarbeit in Ortsverbänden ist das Konzept spannend. Draußenfuchs arbeitet mit Sendern im lizenzfreien 433-MHz-ISM-Bereich. Dadurch können auch Menschen ohne Amateurfunklizenz erste praktische Erfahrungen mit Funktechnik sammeln. Aus „Funk ist etwas mit Mikrofon und Antenne“ wird plötzlich ein echtes Erlebnis: Funkwellen lassen sich suchen, messen, peilen und verstehen.
Auch der Bastel- und Technikgedanke kommt nicht zu kurz. Die Draußenfuchs-Sender basieren unter anderem auf moderner Mikrocontrollertechnik wie dem ESP32-C3 und einem 433-MHz-Sendemodul. Schaltpläne, Platinen- und 3D-Druckdaten sowie Bauanleitungen werden offen bereitgestellt. Damit eignet sich das Projekt nicht nur für eine Funkfuchssuche im Freien, sondern auch für Elektronik-Workshops, Maker-Angebote oder MINT-Projekte.
Passend dazu gibt es auch eine 433-MHz-Yagi-Antenne als Bausatz. Sie ist für Funkfuchsjagd und ARDF auf 433 MHz ausgelegt, leicht, kompakt und für Outdoor-Aktionen, Jugendgruppen und Workshops gedacht. Laut Produktbeschreibung lässt sich die Antenne mit überschaubarem Aufwand aufbauen; die angegebene Bauzeit liegt bei etwa ein bis zwei Stunden. Der Bausatz wird unter anderem bei Blinkyparts angeboten.
Für Ortsverbände ergeben sich daraus viele Einsatzmöglichkeiten: Sommerfeste, Ferienaktionen, MINT-Veranstaltungen, Schulprojekte, Tage der offenen Tür oder Aktionen mit Jugendgruppen. Kinder und Erwachsene können gemeinsam ausprobieren, wie sich Funktechnik praktisch anfühlt. Statt nur über Wellen, Frequenzen und Antennen zu sprechen, wird die Technik draußen unmittelbar erlebbar.
Draußenfuchs zeigt damit sehr schön, wie sich klassische Amateurfunktechnik mit moderner Elektronik, Outdoor-Aktivität und Nachwuchsarbeit verbinden lässt. Es ist ein Projekt, das neugierig macht, zum Mitmachen einlädt und den Amateurfunk niedrigschwellig nach außen trägt.
Quelle
- Draußenfuchs – Die Funkfuchssuche für Groß und Klein — abgerufen am 04.10.2026.