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02. Oktober 2026·Denis Apel

Eine Vereinsadresse, viele Varianten: Der Trick mit dem Pluszeichen

Foto: KI-generiert

Wer eine Adresse bei @da0igh.de hat, kann daraus beliebig viele Varianten machen, ohne dass wir etwas einrichten müssen. Das geht mit der Plus-Adressierung, und sie ist schneller erklärt als ein Antennenaufbau.


So funktioniert es


Du hängst an den ersten Teil deiner Adresse ein + und ein beliebiges Stichwort an.

Aus [email protected] wird zum Beispiel:


Alle Varianten landen in deinem normalen Postfach. Du musst nichts anlegen und nichts konfigurieren. Das Stichwort denkst du dir einfach aus.

Wozu ist das gut?


1. Du erkennst, wer deine Adresse weitergibt. Du meldest dich bei einem Funkshop mit +shop an. Kommt später Werbung von einem ganz anderen Absender an genau diese Adresse, weißt du, wo sie herkommt.


2. Du sortierst Mails automatisch. Die meisten Mailprogramme können nach dem Empfänger filtern. Eine Regel „alles an …+contest@… in den Ordner Contest“ ist schnell angelegt. Das ist praktisch für:

  • Contest-Anmeldungen und Logeinreichungen (+contest)

  • Dienste wie QRZ.com, eQSL, LoTW oder DARC-Online-Dienste (+qrz, +eqsl, +lotw)

  • Hersteller-Newsletter, Foren und Händler (+shop, +forum)

  • Vereinspost wie Einladungen, Treffen und Fieldday (+verein)


3. Du wirst Spam leichter los. Wird eine Variante zugemüllt, richtest du einen Filter ein, der alles an diese Variante aussortiert. Deine Hauptadresse bleibt unberührt.


4. Du kannst mehrere Konten bei einem Dienst anlegen. Manche Dienste erlauben nur ein Konto pro Adresse. Mit +test1 und +test2 bekommst du trotzdem getrennte Zugänge, und alle Bestätigungsmails kommen bei dir an.

Die Grenzen

  • Kein echter Spamschutz. Wer sich auskennt, löscht das +stichwort wieder. Der Trick hilft gegen die breite Masse, nicht gegen gezielte Angriffe.

  • Manche Webseiten lehnen das + ab. Gelegentlich meldet ein Formular „ungültige E-Mail-Adresse“. Dann nimmst du die normale Adresse.

  • Absender bleibt deine Hauptadresse. Wenn du aus deinem Mailprogramm antwortest, steht dort die normale Adresse. Möchtest du auch mit der Variante senden, musst du sie im Mailprogramm als Absenderadresse eintragen.

  • Ordnung braucht Disziplin. Nimm sprechende Stichwörter, am besten den Namen des Dienstes. Dann siehst du später sofort, wer hinter einer Mail steckt.


Ausprobieren: Schick dir selbst eine Mail an [email protected]. Kommt sie an, funktioniert es bei dir. Wenn nicht, melde dich bei uns, dann schauen wir nach.

Fragen? Stell sie gern in der Telegram-Gruppe oder beim nächsten Jitsi-Meetup.

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Quelle